DasWesen
Wollschweine sind, im Gegensatz zu anderen Schweinerassen, eher stressunempfindlich. Das macht sie wahrscheinlich auch so menschenfreundlich. Wenn man sich also täglich eine kurze Zeit mit Ihnen beschäftigt, sind sie sehr zugänglich (neben ihrer Lieblingsbeschäftigung Nahrung aufnehmen, buhlen sie um Streicheleinheiten). Doch muß man Ihnen auch oft zeigen, wer der Boss ist.
Untereinander stellen die Tiere gleich eine Rangordnung klar, und dann wird sich daran meist auch gehalten, wenn ein neues Tier dazukommt oder eins geht, wird die Rangordnung erneut mit Rangeleien und Zickereien erkämpft.
Unser Eber war bis zu seinem dritten Lebensjahr wie ein verschmuster Teddybär (da war er bereits schon zweimal Papa). Er ist immernoch ein Lieber, doch hat er mit seinen über 250 kg Gewicht gepaart mit überschwenglichen Hormonen einen Respekt nachzuweisen. Wenn Paarungszeit ist, ist mein Mann dann für den "Dicken" zuständig.
Schweine im allgemeinen sind bekanntlich sehr klug und neugierig.
Was unsere Wollis einmal entdeckt und sich gemerkt haben, vergessen sie nicht. Man sollte also genau überlegen, wie sie am besten einzuzäunen sind (s. Haltung).
Man kann Ihnen aufgrund Ihrer Intelligenz auch ´ne Menge beibringen.
Der Charakter ist bei den Tieren sehr unterschiedlich, noch wesentlich ausgeprägter als beim Hund, würde ich sagen.
Mangalitza-Ranch
Eiderstedt