DieHaltung

Wollschweine sind sehr herdenbezogen, sie haben ein ähnliches Rottenverhalten wie Wildschweine, d.h. sie leben am Liebsten in Gemeinschaften, Eber, Sauen, Halbwüchsige (Jager) und Ferkel. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut. Hin und wieder übertreibt unsere Sau ihre guten Muttereigenschaften und setzt von selber nicht rechtzeitig ab, dann trennen wir die Ferkel von der Sau und die bekommen dann ihr eigenes Gehege. Später werden sie wieder zur Rotte gelassen.

 

 

Das sind die ersten Ferkel 2008 im Ferkelgehege. Da sind sie etwa 12 Wochen alt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Normalerweise gibt der Eber den Ton an, doch wenn Muttersauen dabei sind, ist es oft auch umgekehrt, was der Eber dann auch akzeptiert. Es sei denn, es geht ums Futter: der Stärkere gewinnt.

Deswegen sollte man überlegen, ob man die Tiere, Eber, Sauen und Ferkel beim Füttern seperiert. Manchmal ist das nötig.

Auch die kastrierten Eber laufen in ihrer "Jungsrotte".

 

 

 

Wollschweine können bei bis zu -20 Grad Celsius draussen ferkeln. Die werfende Sau baut sich dann 1-2 Tage vor der Geburt ein Nest aus Stöckern, Stroh und was sie sonst noch so findet, in das sie sich dann bis über den Kopf eingräbt.

 

Unsere Schweine laufen auf knapp 2ha Weide mit Bäumen zum Schuppern (Schupperplätze, auch Selbstgebaute, sind erforderlich). Diese Tiere sich an sich sehr reinlich und bestehen auf ihre Körperpflege.

 


Unsere Jager auf der mittleren Fenne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Sommer brauchen die Schweine eine Suhle mit Wasser oder Schlamm, diese muß nicht sehr groß sein.

 

 

Man sollte Ihnen, zum Schutz vor Regen, noch einen kleinen Stall gönnen (Kälberiglus o. ä. tun es auch). Dieser sollte nicht zu groß sein, ansonsten kann es vorkommen, das die Tiere zum Geschäft machen nicht nach draussen gehen und den Stall als Toilette benutzen. Die Schweine rotten sich nachts so eng zusammen, daß sie neben- und untereinander liegen und einen kleinen Haufen bilden (vielleicht daher auch das Wort "Sauhaufen")

Zur Größe des Geheges. Da Schweine gerne wühlen und die Tiere länger etwas von der Weide haben sollten, empfielt es sich das Areal in zwei Hälften zu teilen. Unsere 2 Elternschweine brauchten 4 Wochen für 1/2 ha, daß keine Grasnabe mehr oben lag (Ein Jahr darauf wuchsen dort aber auch keine Brennesseln mehr).
Je mehr die Tiere laufen können, desto wohler fühlen sie sich auch.

Und nun zur Einzäunung: je nach Bundesland gibt es verschiedene Auflagen (kann man sich beim zuständigen Veterinäramt erkundigen).
Bei uns, hier in Schleswig-Holstein braucht man eine doppelte Einfriedung, davon eine mit Elektrozaun. Wir haben als zweite Einzäunung einen Wildzaun mit 1,50 m Höhe.